Kreativer Umgang mit Computerspielen
Screenshot 1Spielen gehört zum Menschen wie Essen und Trinken. Auch das Spielen am und um den Computer. Jenseits stupider Gewaltspiele hat sich eine bunte Szene etabliert, die das Computerspielen eher als digitalen Sandkasten, denn als Spiel mit festen Regeln begreift: Creative Gaming.

Creative Gaming ist Comedy in Ballerspielen, Theater in Onlinewelten, Geschichtsunterricht mit Strategiespielen – und die Kunst, etwas Bestehendes in etwas Eigenes zu verwandeln. Creative Gaming bedeutet also den kreativen Umgang mit Computerspielen. Eine Form dessen sind Machinima.

Überlegt mal, wie ihr selbst eure Computerspiele einmal kreativ verwerten könnt!

www.creative-gaming.eu ist die Website der Initiative Creative Gaming. Sie findet, dass ein kritischer Umgang mit den Spielen genauso wichtig ist wie ein unverkrampfter und setzt da an, wo die Spiele als Produkt aufhören – mit Workshops, Diskussionen, Laboren und dem Festival „play08“, das Spieler, Künstler und Interessierte zusammenführt. Auf der Homepage könnt ihr euch Machinima oder andere Beispiele für Creative Gaming anschauen.

Die Beispiel-Screenshots sind aus dem Machinima „I‘m So Sick” zum Thema Musik. Gespielt wurden dafür „World Of Warcraft“ und „Bio Shock“.


Machinima = Machine + Cinema + Animation = Computerspiel-Film

Screenshot 3Ein Machinima ist ein 3D-Animationsfilm, der mit Hilfe eines Computerspiel-Engines (auch Game-Engine genannt) erstellt wird. Der Computerspiel-Engine ist ein Grundelement jedes Computerspiels. Er ist unter anderem für die Bewegungsabläufe der Spielfiguren, die visuellen Darstellungsmöglichkeiten und die physikalischen Gegebenheiten in der Spielumgebung verantwortlich. Je nach Computerspiel muss sich der Machinima-Regisseur mit den Freiräumen und Regeln des Spiels arrangieren oder er kann auch bei einigen Spielen über sogenannte Mods (programmierte Modifikationen für das Computerspiel) eigene Objekte, Grafiken und Sounds in das Spiel einbauen. In dieser 3D-Computerspielumgebung kann er dann seine eigene Film-Idee umsetzen und diese auch aufnehmen. Zur Aufnahme nutzt man entweder eine im Spiel integrierte Kamerafunktionen oder ein Aufnahmeprogramm wie z.B. „Fraps“ oder das kostenfreie „WeGame“. Vertonen kann man seinen eigenen Film z.B. mit dem freien Audioeditor und -rekorder „Audacity“.

Im Gegensatz zu Animationstools wie 3D-Studio-Max oder Maya stellen Computerspiele die 3D-Umgebung und somit den Film schon während der Produktion komplett dar – in Echtzeit. So entfallen lange Renderzeiten und teure Anschaffung von Software. Machinimas sind deshalb immer beliebter und werden als Kunstform, Einstieg in die Animationswelt und Hoffnung des interaktiven Entertainments gesehen.

Machinimas bedeuten kreativen Umgang mit Computerspielen und sind damit eine Art von Creative Gaming.

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Kreativer Umgang mit Computerspielen Autor/in: admin
 
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